Strafrecht

Im Falle eines Konfliktes mit dem Strafgesetz ist anwaltlicher Rat und Unterstützung zur Wahrung Ihrer Rechte dringend geboten. Dies gilt auch für die Fälle, in welchen die Mitwirkung eines Verteidigers nicht vom Gesetz vorgeschrieben ist. Nach dem Erhalt einer Strafanzeige sollte man sich daher noch vor der Abgabe irgendwelcher Stellungnahmen an einen Verteidiger wenden, welcher als erstes die amtlichen Ermittlungsakten einsieht und erst danach mit Ihnen eine rechtswahrende Vorgehensweise und Verteidigungsstrategie plant. Hier sind zahlreiche Betrachtungsweisen gefragt: Außer einer gründlichen Sachverhaltsermittlung sind die Geschehensabläufe nicht nur mit rein rechtlichen Kriterien zu beurteilen, sondern auch in immer stärkerem Maße unter Berücksichtigung psychologischer Aspekte. Wir stehen Ihnen dabei mit langjähriger Erfahrung zur Seite. 






Aktuelle Urteile: Absprachen im Strafprozess

 

Der 2. Senat des Bundesverfassungsgerichts hat am 19. März 2013 auf der Grundlage der mündlichen Verhandlung vom 7. November 2012 sein Urteil in Sachen „Absprachen im Strafprozess“ verkündet. Danach sind gesetzliche Reglungen zur Verständigung im Strafprozess trotz eines erheblichen Vollzugsdefizits derzeit noch nicht verfassungswidrig. Allerdings müssen sich zukünftig Richter und Staatsanwälte bei solchen Absprachen stärker an Recht und Gesetz halten. Der Gesetzgeber muss die weitere Entwicklung sorgfältig im Auge behalten. Unzulässig sind sog. informelle Absprachen, die außerhalb der gesetzlichen Regelungen erfolgen. Die Entscheidung des BVerfG zu den Urteilsabsprachen ist zu begrüßen. Zu den wichtigsten Maximen des Strafprozesses gehören die Pflicht zur Aufklärung des Sachverhalts und der Anspruch des Angeklagten auf Freispruch, wenn die Schuld nicht zweifelsfrei bewiesen ist.