Verkehrsrecht

Wir beraten und vertreten Sie bei allen mit der Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr zusammenhängenden Fragen: Erwerb und Verlust der Fahrerlaubnis, Ordnungswidrigkeitsverfahren, Verkehrsdelikte, Schadensgeltendmachung nach einem Verkehrsunfall im Inland oder auch im europäischen Ausland. Bei Auslandsunfallschäden prüfen wir, ob der Schaden besser direkt beim ausländischen Haftpflichtversicherer in der jeweiligen Landessprache (Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch oder Spanisch) geltend gemacht werden sollte oder aus praktischen Erwägungen heraus bei dem deutschen Bevollmächtigten der ausländischen Haftpflichtversicherung und der Klagemöglichkeit am Wohnsitzgericht des inländischen Geschädigten, immer aber unter Anwendung des am Unfallort geltenden nationalen Rechts. Hierbei kommt unseren Mandanten unsere jahrzehntelange Erfahrung auch im Bereich von im Ausland erlittenen Schwerstunfällen zu Gute.



Aktuelle Urteile:

Angemessener Restwert


Das Landgericht Stade hat durch Urteil vom 30.11.2012 – Geschäftsnummer: 1 S 41/12 – entschieden, dass der Geschädigte berechtigt ist, sein total beschädigtes Fahrzeug zu demjenigen Preis zu veräußern, den ein von ihm eingeschalteter Sachverständiger als Wert auf dem regionalen Wert ermittelt hat. Er ist nicht verpflichtet, das Gutachten zwecks Überprüfung dem Versicherungsunternehmen zur Kenntnis zu bringen oder diesem Gelegenheit zur Abgabe eines Restwertangebots zu geben.


Allerdings muss der Geschädigte im Ausnahmefall eine rechtzeitig nachgewiesene günstigere Verwertungsmöglichkeit nutzen, wobei ein allgemein gehaltener Hinweis kein verbindliches konkretes Ankaufangebot darstellt. Das LG Stade weist darauf hin, dass das konkrete Kaufangebot aus dem örtlichen Bereich des Geschädigten stammen muss. Ein im Vergleich zum regionalen Markt wesentlich höheres Internet-Restwerteangebot muss sich der Geschädigte allenfalls dann schadensmindernd anrechnen lassen, wenn es ihm sofort risikolos zugrifffähig vorliegt.